Spitz-Ahorn

Botanischer Name (lateinisch): Acer platanoides

Ein Spitzahorn (Acer platanoides) gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Der Ahorn ist ein Laubbaum und wird durchschnittlich 20 bis 30 Meter hoch. Die Blütezeit des Spitzahorn ist im April. Die Blühten des Baumes sind gelb.

Spitz-Ahorn

Quelle: pixabay.com / Hans

Steckbrief

FamilieSeifenbaumgewächse (Sapindaceae)
GattungAhorn (Acer)
BaumartLaubbaum
Höhe20 bis 30 m
Geschlechtunisexuell / eingeschlechtlich
Blattrandgelappt
BlütezeitApril
Blütenfarbegelb
Herbstfarbegelb bis rot
FruchtSpaltfrüchte
WurzelsystemFlach- bis Herzwurzler
GartenbaumJa
VerbreitungMitteleuropa
Herkunfteinheimisch
Erscheinungsommergrün

Der Spitzahorn wird auch Spitzblättriger Ahorn genannt und gehört zur Gattung der Ahorne bzw. der Ahorngewächse. In deutschen Städten und Dörfern gehört der Spitzahorn zu den häufigsten Bäumen. Bereits zu Frühlingsbeginn ist sein Erscheinungsbild sehr auffällig, denn es zeigen sich eine Vielzahl von gelbgrünen Blütendolden – schon lange bevor das dunkelgrüne Laub austreibt. Dadurch werden viele Straßen und Parkanlagen in ein frisches Grün getaucht.

Blätter

Ahorn Blatt (Zeichnung) - baumlexikon.com
Ahorn Blatt - baumlexikon.com

Die Blätter des Spitzahorns sind gegenständig angeordnet. Der Stil an jedem Blatt hat eine Länge von bis zu 20 cm. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und glänzend. Aus dem Blattstil tritt ein milchiger Saft. Die Blätter des Spitzahorns erinnern an eine ausgestreckte Hand, da sie in fünf bis sieben Lappen aufgeteilt ist. Die Blattränder sind wie der Name schon andeutet spitz. Im Herbst verfärben sich die Blätter von einem goldgelb in ein leuchtendes intensives Rot.

Blüten

Wenn die Knospen des Spitzahorns austreiben, sind sie kahl und glänzen leicht rot-braun. Ausgewachsen haben die eiförmigen Knospen eine Größe von bis zu 9 cm und sind etwa fünf bis sieben Zentimeter breit, während die Seitenknospen relativ klein sind und eng am Trieb anliegen. Lange bevor das Laub sichtbar wird, beginnt der Spitzahorn zu blühen und damit die Region in einen Farbenrausch zu verwandeln. Die Blüten, die zwischen März und Mai erscheinen, sind reich an Nektar und locken viele Insekten an.

Früchte

Genau wie der Bergahorn bildet der Spitzahorn Nussfrüchte aus. Diese hängen immer paarweise beisammen und bilden dabei einen stumpfen Winkel. Da sie sich während der Reifezeit spalten, werden sie von Experten auch Spaltfrüchte genannt. In den Nüsschen findet man sogenannte Fruchtflügel, während die Fruchtschale innen vollkommen kahl ist.

Rinde

Den Spitzahorn kann man sehr gut an seiner markanten Rinde mit den vielen Furchen erkennen. Dabei hat die Rinde eine hellgraue bis grünlich graue Farbe. Viele kleine Rillen durchziehen dabei die Rinde des Spitzahorns, sodass der Baum eine besondere Eigenschaft erhält. Die Rinde blättert nicht ab. Ein junger Spitzahorn hingegen hat eine noch glatte und hellbraune Rinde. Erst im Alter kommt es zu den markanten Furchen.

Die typischen Krankheiten des Spitzahorns

Der Spitzahorn ist zwar relativ robust, kann jedoch unter Umständen von den typischen Erkrankungen befallen werden.

Eine sehr markante Erkrankung sind die Ahorn Blattflecken, die sich zu Anfang als kleine schwarze Flecken auf den Blättern zeigen und später zu einem Blattabfall führen. Eine Behandlung ist hier jedoch nicht notwendig.

Beim Ahorn Mehltau bildet sich auf den Blättern ein grauweißer Überzug, den man leicht mit den Fingern abwischen kann. Der Mehltau muss ebenfalls nicht behandelt werden. Bei einem sehr starken Befall sollte man das Laub jedoch im Herbst separat entsorgen.

Der Ahorn Runzelschorf mit Teerflecken zeigt sich durch auffällige schwarze Flecken mit einer Größe von 1 bis 2 cm auf den Blättern. Diese Erkrankung wird durch einen Pilz verursacht, der zu einer intensiven schwarzen Färbung im Herbst führt. Die Pilze sind jedoch für den Spitzahorn ungefährlich, da sie sich meist erst zum Laubabfall bilden.

Die Ahorn Blattlaus ist vollkommen ungefährlich. Durch sie werden lediglich die Blätter in der Farbe verändert.

Leidet der Baum unter Krebs, dann sollte er ausreichend begutachtet werden. Der Krebs entsteht durch einen Pilzbefall und führt zum Aufreißen der Rinde. Alle befallenen Zweige und Äste sollten unbedingt entfernt werden. Diese müssen nach der Entfernung verbrannt werden. Ist der Stamm vom Krebs befallen, dann muss ein Fachmann die Stellen ausschneiden.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen und Antworten:

Wie hoch wird ein Spitzahorn?

Ein Spitzahorn wird durchschnittlich 20 bis 30 Meter hoch. Ein Spitzahorn ist damit ein relativ hoher Baum. Allerdings wird der Spitzahorn nur unter besten Bedingungen so hoch.

Zu welcher Familie gehört der Spitzahorn?

Der Spitzahorn ist ein Laubbaum und gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae).

Dazu zählen unter anderem auch folgende Bäume:

Wann blüht der Spitzahorn?

Der Spitzahorn blüht in der Regel im April. Die Blüten sind gelb.

Welche Farbe haben die Blüten des Spitzahorn?

Die Blüten des Spitzahorn sind gelb. Die Blühtezeit ist im April.

Welche Farbe bekommt ein Spitzahorn im Herbst?

Ein Spitzahorn färbt seine Blätter im Herbst gelb bis rot. Als Laubbaum verliert er im Winter seine Blätter.

Wo bekommt man Samen für den Baum?

Samen für den Baum kann man in der Regel in Fachgeschäften kaufen. Mit den Samen kann der Spitzahorn in der Erde gepflanzt werden.

Ist der Spitzahorn bei uns heimisch?

Der Spitzahorn ist in Mitteleuropa heimisch. Der Spitzahorn ist also auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet.

Kann ein Spitzahorn im Garten gepflanzt werden?

Ja, der Spitzahorn ist ein Gartenbaum und kann daher im eigenen Garten gepflanzt werden. Dabei sollte man jedoch auf den richtigen Standort achten.